Leben auf dem Vulkan ist auf La Palma keine Gefahr

Vulkanausbrüche haben die Kanaren Insel La Palma aus 4000 Meter Wassertiefe in den Atlantik gespuckt und die steilste Insel der Welt, mit einer einzigartige Landschaft kreiert. Die Entstehung des Kanarischen Archipels ist das Ergebnis vulkanischer Tätigkeiten wobei die östlichen Inseln vor etwa 20 Millionen Jahren entstanden. El Hierro und La Palma hingegen entstanden vor nur 2 Millionen Jahren, sind also noch recht Jung. Die Naturgewalten der feuerspeienden Berge versetzten die Insulaner seither in unregelmäßigen Abständen in Unruhe.

Glücklicherweise haben diese Vulkanausbrüche nur ein einziges Menschenleben gekostet. Laut Erzählung war es ein Fischer der dem Magma aus Neugierde zu Nahe kam und durch Schwefeldämpfe das Bewusstsein verlor.

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Historie der Vulkanausbrüche

vulkane
Jeder Ausbruch veränderte die Insel!
1470 Montana Quemada
1492 Montana Quemada
1585 Tajuya El Paso
1646 Volcan Martin
1677 Volcan San Antonio
1712 El Charco
1949 San Juan und Hoyo Negro
1971 Volcan Teneguia

Vulkan Martín!

Am Sonntag, den 30. September 1646, gab es zn Mitternacht auf der Insel ein starkes Erdbeben. In der Folgenacht spürten die Menschen ein Weiteres und sahen, dass am Manteca ständig Rauch aufstieg, dann stellte man fest, dass es ein neuer Vulkan war.
Dies war die die Geburt des Vulkans Martín, der nach tagelangem Rauchen begann, Lavaströme hangabwärts zu ergiessen und solche Mengen Steine herauszuschleudern, dass es wie glühende Vogelschwärme aussah, so wird überliefert.

Vulkan San Antonio!

Am Samstag, den 13. November 1677, eine viertel Stunde vor Sonnenuntergang erlebte die Bevölkerung von Fuencaliente dass die Erde von Los Canarios bebte. Ein Erdspalt öffnete sich, aus der ein Geruch nach Schwefel und heisser Luft entströmte. Dann begann sie, Rauchen und Gestein und Feuer auszuspeien. Der Lavastrom des Vulkan San Antonio bewegte sich unaufhörlich in Richtung der Heiligen Quelle und verschüttete sie.

Teneguia 1971

Begonnen hatte es am 27 Oktober 1971, als aus dem Vulkan San Antonio weißer Dampf und Rauch aufstiegen. Bereits einige Wochen vorher kündigten leichte Erdstöße einen möglichen Vulkanausbruch auf La Palma an. Schließlich flossen aus mehreren Öffnungen des Vulkanberges Lava Ströme mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Meter pro Minute hinab zum Meer. Begleitet wurde dieses Szenario von hochgeschleuderten Steinmassen und Ascheregen.

Die Bewohner einiger Ansiedlungen wurden vorsichtshalber evakuiert und in den Kirchen der Insel wurden Messen abgehalten. Im laufe der einmonatigen Aktivität wurde La Palma von mehr als 10.000 Schaulustigen, Reportern und Fotografen aus aller Welt besucht. Von den Nachbarinseln wurden Sonderflüge organisiert um dieses seltene Schauspiel zu besichtigen.

 

Nach dem letzten großen Ausbruch im Kreis Teneguia im Jahr 1971 gab die Erde bisher Ruhe.

Der aufsteigenden Vulkankegel hat der Insel La Palma mehrere Superlativen spendiert.

4.000 Meter Wassertiefe, der tiefste Sockel einer Insel.

Die Höhe in Relation zur Grundfläche macht La Palma zur steilsten Insel der Welt.

Die Caldera de Taburiente, ist mit einem 1.500 Meter tiefen Krater und 28 km Umfang eine der weltweit größten Kraterlandschaften.

Die Höhenzüge der Cumbre, beständige Wolkenbremse der Pasatwolken. Die Wasserreichste Insel der Kanaren.

Die Kornkammer der Kanaren, der fruchtbare Boden wird in erster Linie benutzt um Bananen anzubauen. Dennoch boomt auch die restliche Landwirtschaft. Das Klima beschert den Bauern auf La Palma bis zu 3 Ernten jährlich.

La Palma ist Weltkulturerbe, Biosphärenreservat und laut UNESCO neben Bora Bora und Jamaica eine der 3 schönsten Inseln der Welt.

[Für Taucher] Die feuerspeienden Berge hinterließen auch Unterwasser wunderbare Spuren und faszinierende Tauchplätze, wohl die schönsten der Kanaren.