Antikes Wissen um La Palma

La Palma und andere Inseln des Archipels sollen von Gesandten des mauretanischen Königs Juba II. die Inseln zu Zeiten von Christi Geburt entdeckt haben. Dabei wurden sie von großen Hunden empfangen und nannten sie “Islas Canarias“, was so viel wie “Hundeinseln” bedeutet.

Die Insel zur Zeit der Guanchen

Die Insel zur Zeit der Guanchen

Als westliches Ende der Welt, so glaubte man, wurden die Kanaren bald wieder vergessen. Erst wieder in Zeiten der Entdeckung Amerikas erinnerten sich Seefahrer an die alten geographischen Karten und fanden die atlantische Inselgruppe und Bewohner die weitab von jeder Zivilisation lebten wieder.

Bis heute weis man nicht viel über die Erstbesiedlung der Kanaren Insel La Palma. Es waren wohl Menschen aus dem benachbarten Afrika, die den Weg über das Meer nach La Palma fanden.

Fundstücke die darauf hinweisen wurden auf etwa 3000 vor Christus datiert. In dem Zeitraum von 500 – 200 v. Chr. kommen viele Menschen aus der Sahara nach. Wahrscheinlich finden sie bereits mehrere Kleinkönigreiche vor da sich die Guanchen organisierten und in Stämmen unter einem König, den sie mencey nannten, zusammen schlossen.

La Palma Geschichte in Kürze

Die Guanchen, so nennt man die Ureinwohner der Kanaren.
Sie selbst nannten sich „Benahoraritas“, die Insel „Benahoare“, was so viel wie “meine Welt” bedeutet. Sie lebten in Höhlen, trugen Felle und benutzten einfache, gravierte Steine als Werkzeug. Sie betrieben Viehzucht und Ackerbau, züchteten Ziegen, Schafe und Schweine. Angebaut wurden Gerste, Weizen und Hülsenfrüchte. Da sich keine Flächen für den Ackerbau hatten, legten sie riesige Terrassentreppen an, die mit Bewässerungsgräben durchzogen waren.

Ab dem Jahr 1405 hat sich dies grundlegend geändert.
In der Zeit der Conquistadores wurde La Palma ins spanische Königreich integriert. Dies war der Riesenschritt aus der Steinzeit. Was die palmerische Kultur aus der Guanchenzeit bis in die Gegenwart transformiert hat, kann niemand erklären. An die ehemaligen 11 Königsreichen erinnern noch die Namen bestimmter Gebiete wie zum Beispiel: Aridane, Tigalate oder Tijarafe. Von den alten Göttern ist allerdings nichts mehr vorhanden, hier haben die Konquistadores nach ihrer Unterwerfung der Guanchen unter die spanische Krone ganze Arbeit geleistet und den Katholischen Glauben verankert. So werden auf La Palma christliche Gottheiten verehrt und Feiertagen durch die Straßen getragen.

antik

Das heutige La Palma ist von vielen Nationen geprägt.
Das es viele Karibische Einflüsse auf La Palma gibt, hat mit der Geschichte zu tun. Ab dem 16.Jh. war La Palma ein wichtiger Handelsumschlagplatz zwischen Europa und Amerika für den Zuckerhandel, deshalb erließ im 17 Jh. Sevilla ein Handelsdekret, daß pro hundert Tonnen Handelsware nach Südamerika auch eine Emigration von 5 Familien genehmigt wurde. So emigrierten bis mitte des 20.Jh. viele Palmeros nach Kuba und Venezuela, arbeiteten dort und ernährten damit ihre Familie auf La Palma. Die dadurch geknüpften Bande zwischen La Palma, Venezuela und Kuba bestehen bis heute. Jedes Jahr verlässt ein vollbeladenes Schiff La Palma mit dem Ziel Kuba. Die Ladung beinhaltet so gut wie alles, was dort Mangelware ist, selbst abgefahrene Autoreifen. Arepas, die ihren Ursprung in Venezuela haben, gibt es auf La Palma wie auch den Rhytmus der Musik aus Kuba überall. Salsa und Merengue ertönt bei allen Fiestas.

Landwirtschaft hat sich auf La Palma bis heute erhalten.
Früher nannte man La Palma die Kornkammer der Kanaren. In der heutigen Zeit wird mit steigender Tendenz der (sanfte) Tourismus gefördert. Dennoch ist die Landwirtschaft, insbesodere der Anbau von Wein und Bananen einer der wichtigsten Faktoren der palmerischen Wirtschaft. In jüngerer Zeit gehen die Landwirte wieder mehr zur Selbstvermarktung auf einheimischen Bauernmärkten. Dies gibt es in jeder Gemeinde meist am Wochenende und sind bei der Bevölkerung, ebenso beliebt wie bei vielen Touristen.

Touristen lieben diese kleine Welt.
Sie verbinden ursprüngliches, kanarisches Leben mit Atlantik, Strand und Wassersport. Ganz vorne mit dabei sind Segeln und Tauchen. Danach genießt man einen Sonnenuntergang bei einem guten Glas Wein oder entspannt bei einer leichten Wanderung entlang der Küste.