Friedhof am El Faro

El Faro und Malpique

Malpique und El Faro, zwei Tauchplätze im Süden von La Palma die man gesehen haben sollte und von unserem Dive Center reglmäßig angefahren werden. Der wohl bekannteste Tauchspot der Insel ist ein Gedenkfriedhof in 16 Meter Tiefe.

Ort: Fuencaliente- Fahrzeit: 40 Min. mit dem Auto, 25 Min. mit dem Boot – Einstieg: Land u. Boot – Tiefe: 16 bis 49 m – Anspruch: mittel

Zwei Einstiege, drei unterschiedliche Tauchplätze an der Südspitze. Wer gerne etwas Tiefer geht, ist am Einstieg Malpique, wer die Plätze lieber flacher erkundet, am Einstig El Faro besser aufgehoben.


Tauchplatz Malpique

Wir steigen ein über kleines Geröll und tauchen bei ca. 7 Meter Tiefe ab. In Richtung Süden tauchend erreichen wir bei 35 Metern eine tief abfallende Steilwand der wir folgen. Nach ca. 10 Minuten stoßen wir bei 38 Metern auf einen Torbogen, den wir bis auf 40 Metern durchtauchen und dann links dem Bereich der Steilwand weiter folgen.

Der Torre von MalpiqueIn einer max. Tiefe von 45 Metern erreichen wir einen einzelstehenden, runden Felsen mit einem Durchmesser von etwa 6 Metern. Den „Torre de Malpique“.

Dieses Erk umrunden wir und folgen dabei dem Verlauf nach oben, bis in eine Tiefe von 32 Metern. Hier ändern wir die Richtung nach Norden und gelangen an eine weitere Wand, die sich auf ca. 16 bis 18 Metern erhebt. Über der Kante beginnt der Tauchplatz „Las Cruzes“, ein Friedhof mit Kreuzen aus Beton.

Diesen überqueren wir in 16 Meter Tiefe und tauchen durch einen schönen Canyon, der sich bis auf 3 Meter Wassertiefe anhebt, langsam zum Einstieg zurück.

Anmerkung: Aus der genannten Route lassen sich 2 Tauchgänge machen. Erst der Tiefe am Torre de Malpique, dann ein flacher TG am Gedenkfriedhof. So haben wir mehr Zeit an den Einzelnen higlights.

Am gleichen Einstieg haben wir noch einen dritten Tauchplatz, der uns in westlicher Richtung zu schwarzen Korallen entlang der Küste Führt.



Die Geschichte der Kreuze von Malpique

Tazacorte anno 1570. Ein Schiff mit 40 jesuitischen Missionaren legt im Hafen von Tazacorte an. Auf ihrem Weg nach Südamerika wollten sie in Tazacorte Wasser und Lebensmittel bunkern. Sie hatten es (so die Überlieferung) sehr eilig, da sie von hugenottischen Freibeutern verfolgt wurden. Bereits nach einigen Tagen waren die Lebensmittel an Bord gebracht.

Die Jesuiten hielten in der Kirche Las Angustias noch eine Abschiedsmesse und stachen, in dem Glauben die Piraten hätten ihr Vorhaben aufgegeben, in Richtung Santa Cruz de La Palma in See. Sie wollten dort noch einige Waren ausliefern. Der Glaube, die Freibeuter hätten ihre Hatz aufgegeben, war ein tödlicher Irrtum. Unter dem Kommando des französischen Piraten „Jacques de Sores“ hatte sich die Flotte mit 5 Piratenschiffen an der Nordwestküste La Palmas versteckt, lauerten den Jesuiten auf und verfolgten sie.

Vor dem Leuchtturm von Fuencaliente enterten die Hugenotten das Schiff, schnitten den 40 Missionaren die Kehlen durch und warfen die Leichen ins Meer. So weit die belegte Chronik der Überlieferung.


In Tazacorte und Fuencaliente ehrt man sie und gedenkt ihrer, auch in der Hoffnung auf ihren Schutz vor den Tücken des Meeres und der Vulkane. Wie vor kurzem einer Zeitung (Correo del Valle) zu entnehmen war, sollen die selig gesprochenen Jesuiten nun auch heilig gesprochen werden. Kontakte in Richtung Vatikan seien bereits aufgenommen.

Nach den letzten Ausbrüchen in den 70er Jahren hat man an der Stelle des Meeres, wo das Gemetzel stattgefunden hatte, 40 Betonkreuze in etwa 16 Meter Tiefe auf den Meeresgrund gestellt.

Die ganze Geschichte mit Hintergründen hier bei Graja news.


Bei vielen gilt der Tauchplatz „Malpique“ als einer der besten Spots vor La Palma.