Die Geschichte in Kürze
Im 6. Jahrhundert bis ins Jahr 800 haben Berber den großen
Besiedlungsschub erreicht und fast beendet. In dieser Zeit ging
wohl das antike Wissen um die Kanaren verloren.


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Die Guanchen, so nennt man die Ureinwohner der Kanaren,
lebten in Höhlen, trugen Felle und benutzten einfache, gravierte
Steine als Werkzeug. Sie betrieben Viehzucht und Ackerbau,
züchteten Ziegen, Schafe und Schweine. Angebaut wurden Gerste,
Weizen und Hülsenfrüchte. Da sich keine Flächen für den Ackerbau
hatten, legten sie riesige Terrassentreppen an, die mit Bewässerungsgräben
durchzogen waren. Ab dem Jahr 1405
hat sich dies grundlegend geändert.
In der Zeit der Conquistadores wurde La Palma ins spanische
Königreich integriert. Dies war der Riesenschritt aus der
Steinzeit. Was die palmerische Kultur aus der Guanchenzeit
bis in die Gegenwart transformiert hat, kann niemand erklären.
An die ehemaligen 11 Königsreichen erinnern noch die Namen
bestimmter Gebiete
wie zum Beispiel: Aridane, Tigalate oder Tijarafe.
Von den alten Göttern ist allerdings nichts mehr vorhanden,
hier haben die Konquistadores nach ihrer Unterwerfung der
Guanchen unter die spanische Krone ganze Arbeit geleistet
und den Katholischen Glauben verankert. So werden auf La
Palma christliche Gottheiten verehrt und Feiertagen durch
die Straßen getragen. Das heutige La
Palma ist von vielen Nationen geprägt.
Warum es viele Karibische Einflüsse auf La Palma gibt, hat
mit der Geschichte zu tun. Ab dem 16.Jh. war La Palma
ein wichtiger Handelsumschlagplatz zwischen Europa und Amerika
für den Zuckerhandel, deshalb erließ im 17 Jh. Sevilla ein
Handelsdekret, daß pro hundert Tonnen Handelsware nach Südamerika
auch eine Emigration von 5 Familien genehmigt wurde |
Bis mitte des 20.Jh. emigrierten viele Palmeros
nach Kuba und Venezuela, arbeiteten
dort und ernährten damit ihre Familie auf La Palma. Die dadurch
geknüpften Bande zwischen La Palma, Venezuela und Kuba bestehen
bis heute. Jedes Jahr verlässt ein vollbeladenes Schiff La
Palma mit dem Ziel Kuba. Die Ladung beinhaltet so gut wie alles,
was dort Mangelware ist, selbst abgefahrene Autoreifen.
Arepas,
die ihren Ursprung in Venezuela haben, gibt es auf La Palma wie
auch den Rhytmus der Musik aus Kuba überall. Salsa und Merengue
ertönt bei allen Fiestas
Landwirtschaft hat sich auf La Palma bis heute erhalten.
Früher nannte man La Palma die Kornkammer der Kanaren. In der
heutigen Zeit wird mit steigender Tendenz der (sanfte) Tourismus
gefördert. Dennoch ist die Landwirtschaft, insbesodere der Anbau
von Wein
und Bananen
einer der wichtigsten Faktoren der palmerischen Wirtschaft.
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