In allen Meeren der Welt - Quallen
Dort wo Quallen (meist jahreszeitlich bedingt) in großen Massen auftreten, können sie auch für den Menschen eine Gefahr darstellen. Ob Mittelmeer, Atlantik oder andere Ozeane, eine solche Quallenplage kann kurzfristig an allen Küsten auftreten. So sind zum Beispiel die Kanaren nicht besonders gefährdet, bei ungünstigen Wind und Strömungsbedingungen kann jedoch kurzfristig auch vor einer kleinen Insel wie La Palma oder El Hierro das Baden und Schwimmen eine Gefahr darstellen.
Egal, wo sie sich im Urlaub befinden, achten sie auf örtliche Warnhinweise.
Was sind eigentlich Quallen?
![]() Aquorea forskalea ![]() Pelagia noctiluca ![]() Physalia physalis Port. Galeere ![]() cotyloriza tuberculata Spiegeleiqualle |
Medusen sind gallertartige Organismen, die zu rund 98 bis 99 Prozent
aus Wasser bestehen. Sie besitzen zwei getrennte Hautschichten mit einer Gelschicht dazwischen. Hirn oder Herz fehlen ebenso, wie komplizierte Gefäßsysteme. Die Mundöffnung ist zugleich der After. Ihre Gestalt erinnert an Schirme oder Glocken, unter denen die Tentakel sitzen. Die Haut ist von Nesselkapseln bedeckt, die bei Berührung Gift versprühen. Die meisten haben lange Tentakel, die ebenfalls mit Nesselzellen ausgestattet sind. Diese benutzen sie zum Fang von Beutetieren oder zur Verteidigung. Mit der Schnelligkeit einer Gewehrkugel schießen die Fangfäden heraus und injezieren das Nervengift. Dies passiert immer dann, wenn es zu einer Berührung am Fortsatz der Nesselzellen kommt. Die Nesselzelle platzt mit einem Druck von 150 bar (das 70- bis 80-fache des Luftdrucks im Autoreifen) auf und stülpt einen Nesselfaden nach außen, der das in der Nesselkapsel enthaltene, lähmende Gift abgibt. In jeder Nesselkapsel lauert ein mit winzigen Bohrzähnen versehener Schlauch mit einer fadendünnen Harpune. Der Injektionsvorgang dauert nur wenige Millisekunden. So erhalten Quallen ihre Art: Medusen pflanzen sich durch einen Generationswechsel fort. Sie produzieren Geschlechtszellen, die zur Zygote verschmelzen. Dadurch entsteht eine Larve, die sich am Meeresboden festsetzt und zu einem Polyp entwickelt. Dieser bildet durch Abschnürung wieder neue Quallen. Einige koloniebildende Quallen, wie die Röhrenqualle, können sich auch geschlechtlich fortpflanzen, indem sie Spermien und Eier bilden. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, lösen sie sich vom Meeresboden und treiben in der Wassersäule. Wohin sie Treiben können sie auch aktiv bestimmen. Dazu haben die verschiedenen Quallenarten unterschiedliche Mechanismen entwickelt. Einige besitzen kleine Segel, die sie beim Treiben auf der Oberfläche effizient einsetzen können, andere nutzen das Rückstoßprinzip. Sie ziehen sich ruckartig zusammen und stoßen Wasser nach unten. Damit können sie eine Geschwindigkeit von bis zu 8 Kilometer pro Stunde erreichen. Oft lassen sie sich jedoch auch einfach mit der Strömung treiben. Medusen sind nicht bedroht. In den letzen Jahren kommt es weltweit zu einer massiven Vermehrung der Quallen. Obwohl die genauen Ursachen für die enorme Vermehrung zur Zeit noch untersucht werden, ist bekannt, dass diese jahreszeitabhängig sind und schon immer ein natürliches Vorkommen waren. Als Ursache für die häufigen Vorkommen werden 2 Gründe an erster Stelle genannt. Die Abnahme natürlicher Fressfeinde wie Schildkröten und Thunfische, so wie vom Festland ausgehende Kontamination (Überdüngung der Meere). |
Eine Anhäufung der Quallenvorkommen speziell an den Küstenbereichen stellt eine nicht unerhebliche Gefahr für Bade- und Urlaubsgäste dar, denn die starken Nesselgifte gefährden auch menschliches Leben.
Gesundheitliche Gefährdung:
Was wie ein Tier aussieht, ist in Wirklichkeit eine riesige Ansammlung einzelner Lebewesen, die individuell spezialisierte Aufgaben übernehmen. So findet man einzelne Fress- und Geschlechtspolypen, oder andere die für Fangfäden und zur Abwehr von Feinden zuständig sind.
Das Problem Quallen: Da die Verbreitung von Quallen auch an Badestränden nicht halt macht, kann für touristische Gebiete ein erheblicher wirtschaftlichen Schaden entstehen. Auch die Fischzucht ist dem Quallenbefall ausgeliefert. Dies ist ein weltweites Problem. Die spanische Regierung hat mit dem Projekt „ Campaña Medusa“ darauf reagiert.
Die Quallen Kampagne
Jeder der regen Kontakt zur Unterwasserwelt, Seefahrt oder Küstenarbeit hat, kann die Aktion unterstützen. Informationen bekommen sie bei dem Umweltministerium der spanischen Regierung: "Gobierno de España, Ministerio de medio ambiente y medio rural y marino" unter www.planmedusas.es Bei Quallensichtungen in größerem Ausmaß können sie diese bei der kostenlosen Tel.- Nr. 900102326 melden. Welche Quallen sind eine Gefahr für Menschen? Eine kleine Übersicht zu den häufigsten Arten
Was tun bei Quallenkontakt? - 1. Hilfe! Durch den Kontakt mit den Nesselzellen der langen Fangarme bilden sich charakteristische Wundmale, ähnlich einer Peitsche. Durch das Gift kommt es zu Hautirritationen, brennenden Schmerzen und unter Umständen auch zu Atemstillstand oder Muskelkrämpfen und Durchblutungsstörungen mit Nierenversagen, Herzsuffizienzen, Arrhythmie oder gar Herzversagen. Handeln sie schnell!
Bitte beachten Sie! Kinder, ältere Menschen und Allergiker sollten einen Arzt zu Rate ziehen. Dies gilt auch immer dann, wenn Symptome wir Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe auftreten.
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