Handgemachte Zigarren aus La Palma




 

Zigarren der Kanaren Insel La Palma

Die kanarischen Inseln gelten noch immer als Geheimtip unter Zigarrenliebhabern. Zigarrenhersteller der Insel La Palma werden nicht nur vom spanischen König geschätzt. Auf La Palma und den restlichen Kanaren gibt es noch ca. drei Dutzend Zigarrendreher. Ihre Puros, wie die Zigarren hier genannt werden, kann man in Bars, Tabakgeschäften, Supermärkten und Souvenirläden, vor allem aber auch beim Hersteller direkt kaufen.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat Tabakanbau auf La Palma Tradition. Mitgebracht wurde der Tabakanbau von zurückkehrenden Emigranten aus Kuba. Als Folge der wirtschaftlichen Probleme kam es zu einer Auswanderungswelle nach Kuba. Viele Emigranten fanden Arbeit bei kubanischen Zigarrenherstellern und erlernten so die Herstellung erstklassiger Tabake.

Nach der kubanischen Revolution kehrten sie nach La Palma zurück und begannen Tabak anzubauen und kreirten den Mythos der handgemachten Puros. Hilfe erhielten sie dabei von den Pasatwinden. Dieser Nordostpassat hat es mit seiner warmen Feuchte ermöglicht, in den Feldern von La Breña und der Caldera einen einzigartigen Tabak anzubauen, der zusammen mit einer verfeinerten Handwerkskunst bis heute unter den Aficionados (Zigarrenrauchern) als Geheimtip gilt.


Der Hinweis "hecho a mano" garantiert Handarbeit.

Bei den Produktionsstätten der Zigarrendreher in Breña Alta, Breña Baja sind Gäste Willkommen
Tabakanbau auf den Kanaren

Tabakblätter der Kanarn Insel La Palma

 

Die Puro besteht im wesentlichen aus 3 Teilen:

Der Tabakeinlage: Sie gibt das Aroma einer Zigarre. Eine Mischung aus Tabakblättern, jede Manufaktur hat ihre eigene, geheime Zusammensetzung.

Das Umblatt: Es umschließt die Einlage und bestimmt das Abbrennverhalten der Puro.

Das Deckblatt: Es ist die äußerste Schicht der Zigarre und besteht aus speziellen Tabakblättern, die der Zigarre Aussehen, Farbe und ein spezielles Aroma geben.

Zigarren werden auf La Palma noch von Hand gerollt Schauen sie den Spezialisten einmal über die Schulter und entdecken sie das Geheimnis der Puro. Altes Handwerk und guter Tabak reichen für eine perfekte Puro nicht aus. Die Manufakturen verwenden beste Tabakarten aus unterschiedlichen Ländern, denn die Mischung macht die Qualität. Kuba, Brasilien, Honduras und Indonesien sind die Liferanten der palmerischen Tabakmischung.

 

Der Torcedor (Zigarrendreher), der die Zigarren in ihre endgültige Form rollt, nutzt vorsortierte Blätter für Deckblatt, Umblatt und Einlage. Er nimmt von den drei Stapeln für die Einlageanteile jeweils einen bestimmten Anteil eines Blattes, legt es zusammen und rollt sie auf dem Tisch zu einem zylindrischen Wickel.

Dann nimmt er ein passend zurechtgeschnittenes Umblatt an das weiter keine Ansprüche gestellt werden, außer das es die Einlage gut zusammenhalten muß und umwickelt damit die Einlageblätter. Wird hier etwas falsch gemacht, führt dieser Fehler zu einem Manko, das häufige zu beklagen ist : Die Zigarren ziehen schlecht und brennen ungleichmäßig ab. Das ist auf schlechte Verteilung der Einlageteile und falsche Wicklung zurückzuführen.

Umblatt und Einlage zusammen ergeben somit eine Puppe, die dann in einer Holzform gepresst wird, um die zylindrische oder auch torpedoartige Form zu bekommen.

Danach werden sie mit dem Deckblatt, von Brandende zum Mundstück hin gewickelt und das Mundende wird mit einem kleinen Stück des Deckblatttabaks verklebt.

Das Deckblatt ist, was man von einer Zigarre als erstes wahrnimmt. Deshalb gibt es bei maschinell hergestellten Zigarren sogenannte Pudermaschienen  mit denen auf das Deckblatt eine gleichmäßig gefärbte Schicht bekommt um ein absolut gleiches Aussehen zu haben.

Das Deckblatt einer hochwertigen handgerollten Puro hingegen ist auf natürliche Weise für das Auge ansprechend.

Die wichtigsten Zigarrenformate

Größenunterschiede und Zigarrenformate

Especiales Länge von 23 bis 24 cm und einem Durchmesser von ca. 2 cm sind dies wahrhaft königliche Zigarren.
Churchill 17 bis 19 cm lang, bei einem Durchmesser von 1,7 bis 1,9 cm
Presidentes Format Churchill mild, mit nussigem Aroma
Lonsdale Sie sind kräftig im Geschmack, 15 cm lang und besitzen einen Durchmesser von 1,6 cm
Corona Länge zwischen 14 und 15 cm und einem Durchmesser von 1,5 bis 1,7 cm.
Robusto  12 cm kurz, bei einem Durchmesser von 2 cm sieht sie etwas gedrungen aus
Figurados Bekannt ist das "Torpedo"-Format durch die Montecristo No 2 Maximal 11 cm lang und 1,6 cm dick
Panatelas  Mit 10 bis 17 cm Länge und Durchmesser von 1,4 cm eine elegante Frauenzigarre
Cremas  Format Corona mit mild, nussigem Aroma

 

Die Qual der Wahl! Auswahl der Zigarre. Es ist gar nicht so einfach die richtige Zigarre zu finden.

Einerseits kann jedem Raucher die gleiche Zigarre vollkommen anders schmecken. Andererseits ist der Anlass entscheidend für die Wahl der "richtigen" Zigarre. Man sollte auch nicht vergessen, dass Zigarren ein handgemachtes Naturprodukt sind, also natürlichen Schwankungen unterliegen. Und deshalb kann man jedem Anfänger empfehlen: probieren, probieren, probieren!

Die besten Zigarren der KANAREN kommen aus La Palma Dunkle Zigarren sind stärker als Helle? Eine falsche Annahme! Für Stärke und Aroma ist die Tabakmischung, nicht das Deckblatt verantwortlich.

Als allgemeine
Faustregel gilt, dickere Zigarren haben mehr Aroma und entwickeln mehr Volumen als dünnere Exemplare.

Außerdem brennen sie im Normalfall gleichmäßiger ab. Schlanke Formate neigen eher dazu schneller heiß und scharf im Geschmack zu werden.

Man braucht alle Sinne um die richtige Zigarre zu finden. Das Deckblatt sollte einen angenehmen Anblick bieten. Manche bevorzugen einen hellen Farbton, oder einen dunkleren und reiferen, auf jeden Fall sollte das Deckblatt der Zigarre von einheitlicher Farbe sein und einen leichten Glanz zeigen. Tasten Sie die Zigarre zart ab, sie sollte sich fest, aber nicht hart anfühlen. Genießen Sie den Geruch, die Aromen, die ausströmen, geben einen Vorgeschmack auf das, was Sie bald genießen werden. Den tatsächlichen Geschmack einer Zigarre kann man nur beim rauchen beurteilen. Beginnen Sie mit einer der weniger kräftigeren Sorte. Viele Zigarren entwickeln erst in der zweiten Hälfte ihr volles Aroma.

 

Das Anschneiden: Handgemachte Zigarren müssen an ihrem geschlossenen Ende (dem Kopf) geöffnet werden. Es ist darauf zu achten, dass das Deckblatt nicht reisst.

Beisen sie das Ende einer Zigarre niemals ab  Es sollte ein sauberer und gleichmäßiger Schnitt sein, er ist Voraussetzung dafür, dass die Puro richtig zieht. Es gibt hierfür einige technische Hilfsmittel von einfachen Taschenguillotinen bis zu teilweise schwierig zu handhabenden Zigarrenscheren. Man sollte niemals den ganzen Kopf entfernen, denn so ruiniert man das Deckblatt.

Ideal sind etwa 3mm Abschnitt.

 

Das Anzünden einer guten Zigarre, ein Akt von höchster Bedeutung, denn wie Sie eine Zigarre anzünden, beeinflusst ihren Geschmack und wie sie abbrennt.

Entfernen sie als erstes die Bauchbinde. Sie wurde 1844 eingeführt um die Zigarre vor Fälschungen zu schützen. Beachten sie dabei, daß auch ein geschmeidiges Deckblatt dabei Schaden nehmen kann.

Das Anzünden einer guten Zigarre ist eine Kunst

Zum Anzünden einer Zigarre kann man Streichhölzer und Gasfeuerzeuge verwenden. Empfohlen sind Zedernstreichhölzer, sie geben keinen Geschmack ab. Ein absolutes Tabu sind Benzinfeuerzeuge, Kerzen u.s.w. Wärmen Sie das Brandende einer Zigarre leicht an, bevor Sie beginnen.

Halten sie Zigarre in einem Winkel von 45 Grad über die Flamme und drehen Sie sie langsam bis die gesamte Fläche des Endes gleichmäßig Asche zeigt. Richtig ist es, wenn die Flamme niemals die Zigarre berührt. Lassen sie sich Zeit. Wenn der Brand gleichmäßig glüht, nehmen sie den ersten (langen) Zug.

  

Das Rauchen einer Puro

Vermeiden Sie den Zigarrenrauch zu inhalieren, sie rauchen keine Zigarette, füllen sie einfach ihren Mund mit dem Rauch und lassen die Aromen wirken. Am besten schmecken Zigarren, wenn sie langsam rauchen. Ziehen sie zu häufig, kann die Zigarre überhitzen was einen bitteren Geschmack erzeugt. Wenn sie sich Zeit lassen, kann manche Zigarre bis zu 40 Minuten brennen. Geht sie einmal aus: macht nichts, erwecken wir sie wieder zum Leben. Es stellt kein Problem dar eine Puro erneut zu entzünden.

Das Löschen

Eine Zigarre verbrennt nicht vollständig und muß nicht, wie eine Zigarette ausgedrückt werden. Im letzten Drittel wird die Glut von allein schwächer und verglimmt. Liegt sie in einem Aschenbecher, geht sie nach kurzer Zeit aus.

 

Die richtige Lagerung einer guten Zigarre

Eine richtige Aufbewahrung der Puros trägt zum guten Raucherlebnis bei.

Ein Humador zur Aufbewahrung wertvoller Zigarren Da Puros rein pflanzlich sind, müssen Bedingungen wie beim Heranwachsen und der Verarbeitung geschaffen werden. Sie sollten an einem dunklen Ort mit geringen Schwankungen vonTemperatur und Feuchtigkeit gelagert werden.

Die beste Lösung ist ein Humidor. Die Temperatur sollte zwischen 16 bis 18° Celsius und 70 bis 72 % Luftfeuchtigkeit liegen.

Kanarische Zigarren
trocknen bei unsachgemäßer Lagerung binnen Monatsfrist vollständig aus, sind dann noch "rauchbar", aber hinsichtlich ihrer sensorischen Werte für immer verloren.

 Man hält sie "feucht", im Sinne des Wortes "relativ".  Sehr gut geeignet ist ein Humedor aus Zedernholz.

 

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