La Palma Eidechsen




 

Die Uhreinwohner, Geckos auf La Palma

Sie sehen aus als wären sie einer fremden Welt entsprungen, die kleinen Drachen auf La Palma. Oder sind es kleine Krokodiele? Lässt man seiner Phantasie freien Lauf, ist einiges zu entdecken. Wir sprechen von einem der ältesten Palmeros, dem Gecko.

Geckos sind Landwirbeltiere und gehören zu den Schuppenkriechtieren.

Gecko auf La Palma























Die Echsen leben seit mehr als 50 Millionen Jahre auf der Erde und haben sich weltweit ausgebreitet. Die Geckos, werden zwischen 4 cm und knapp 40 cm groß und stammen vermutlich aus Neuseeland. Ihrer enormen Anpassungsfähigkeit haben sie es zu verdanken das sie in Wüsten, Tropen und gemäßigten Zonen eine Heimat fanden.Im laufe der Evolution haben sie es zu einer unüberschaubaren Artenvielfalt gebracht.

Wissenschaftlich hört sich die Systematik so an:
Reihe: Landwirbeltiere – Tetrapoda 
Klasse: Reptilien 
Ordnung: Schuppenkriechtiere – Squamata 
Unterordnung: Gekkota 
Familie: Geckos

Der Volksmund schreibt es so:
Hallo, ich bin Gusto der kleine Gecko! Ein Kinderbuch der Autorin Ingrid Trölsch erzählt in einem Kinderbuch auf 84 Seiten die Erlebnisse eines Geckos auf La Palma (ISBN: 9783837024524)



Durch die Isolation der Meere konnten Amphibien und Schlangen die Kanaren nicht erreichen. Ohne dies natürlichen Feinde hatten die Echsen beste Überlebensbedingungen. Es wird angenommen, das die Echsenarten durch Ostwinde auf Baumstämmen aus einem einst feuchterem Afrika oder mit dem Kanarenstrom aus nördlicher Richtung auf die Inseln gedriftet worden sind.

Die angekommen Echsen konnten im Laufe der Jahre endemische Arten bilden. Diese Eidechsen (Lacertidae) kommen in 2 Gattungen vor, 5 Arten der Gattung Gallotia (Kanareneidechsen) und 1 Art der Gattung Teira (Maghreb-Eidechsen)

Zwei Reptilienarten sind auf La Palma sehr bekannt.
Der Kanaren-Gecko (Tarentola delalandii) und der Gecko (Gallotia galloti). Die Blaukehlige Eidechse „Gallotia galloti“ auch Gallotia galloti palmae genannt gilt mit einer Länge von 30 cm schon als Wahrzeichen und schmücken sich mit einer auffallenden, violett-bläulichen Zeichnung zu beiden Seiten des Halses. Diese leuchtend blaue Backen tragen allerdings nur die Männchen. Das Weibchen erkennen sie an einer hellbraunen Färbung mit leicht hellen Streifen.



Wo Geckos leben, leben gute Mensche.
Ein altes Sprichwort dessen Wahrheitsgehalt wir nicht beurteilen können. Fakt ist:
Der Gecko ist in fast allen Häusern auf La Palma zu finden und gehört zum Personal. Nein, er ernährt sich nicht von Touristen und der gemeine Mitteleuropäer steht nicht auf seinem Speiseplan.

Obwohl der Gecko ein recht gieriger Fresser ist, da ist auch schnell einmal eine kleinere Echse verschlungen, auch wenn es der eigene Nachwuchs ist, ernährt er sich nur von Insekten, mit Vorliebe große Grillen und Heuschrecken, Fliegen und Mücken. Auch die Eine oder Andere Kakerlake muss daran glauben. Besonders anziehend, wenn auch nicht Gesund, sind Küchenabfälle, Äpfel, Eier und Bananen.

Ihr natürlicher Lebensraum sind Fels und Mauerspalten, sie werden deshalb auch Mauergeckos (Tarentola mauritanica) genannt. Fühlen sich diese Geckos aus der Distanz beobachtet, bleiben sie regungslos und vertrauen auf ihre Tarnung.

Unterschreitet man jedoch einen gewissen Abstand, so ziehen sie sich blitzschnell in ihr Versteck zurück. Die Lieblinsplätze der Geckos auf La Palma sind jedoch unterhalb von Lampen wo die Mücken und anderes Getier schwirren. Es gibt da leichte Beute.

Die nachtaktiven Tiere haben eine unauffällige Färbung sowie eine Spaltpupille, welche sich der Nachtaktivität anpasst. Erst vor kurzer Zeit konnte man nachweisen, das sie damit auch in Dunkelheit Farben erkennen können.

Nein sie fallen nicht!
Auf Beute lauernd kleben sie an der Decke, hängen Kopfüber vor einer Laterne oder kleben außen an der Fensterscheibe wenn von innen Licht nach außen dringt. Mit seinen Lammellenfüßen gelingt den Geckos der aufrechte Gang in allen drei Dimensionen, kein Problem also wenn sie kopfüber unter dem Dach laufen, Schwerkraft scheint nicht zu existieren.

Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler aus aller Welt zu klären weshalb ein Gecko selbst auf poliertem Glas mühelos haftet: Weder Saugnäpfe noch eine Art Klebstoff sind zu entdecken. Eine Perfektion des Gecko-Fußes die eine heutige Ingenieurkunst nicht erreichen kann. Der Mauergecko hat Haftlamellen an den Füßen und an der 3. und 4. Zehe auch kleine Krallen. Die Weibchen sind sogar in der Lage, diese Krallen zurückzuziehen.

Besonderheiten der Minidrachen.
Geckos sind recht scheu und bewegen sich daher blitzschnell, wenn sie sich in Gefahr fühlen. Bei Angriffen sind sie in der Lage, den Schwanz abzuwerfen, ein Verhalten das man als Autotomie bezeichnet. Dieser wächst in geringer Zeit wieder nach. Ein großer Vorteil bei Fressfeinden, jedoch eine enorme Gefahr für den Gecko. Als Futtersilo ist der Schwanz des Geckos die wichtigste Fettreserve. Fehlt der Nährstoffspeicher muss er Hunger leiden.

Medusalem auf den Kanaren.
Der Gecko auf La Palma erreicht ein Alter von etwa 12 Jahren. Die Geschlechtsreife tritt mit etwa 3-4 Jahren ein. Wenn des nachts die Hühner Gaggern könnten es auch Geckos sein.

Der Fortpflanzungstrieb von Geckos wird durch die jahreszeitlichen Schwankungen bestimmt, Fortpflanzungszeit ist von Mai bis September Im Juni und Juli legen die Weibchen in Fels und Mauerspalten Gelege von 1 bis 2 Eiern.

Bis zum Schlupf vergehen fünf Wochen bis drei Monate, je nach Temperatur. Die kleinen Geckos haben eine Länge von etwa 5cm. Hotel, Apartment, Landhaus oder mitten in der Hauptstadt.

Egal wo sie sich auf La Palma befinden, wer mit offenen Augen durch La Palma schreitet wird die Geckos finden. 50 Millionen Jahre alt und faszinierende Tiere, die uns vor Ungeziefer und Insektenplagen schützen.

 

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