Alles über Bananen von der Kanaren Insel La Palma

Bananen Anbau auf La Palma


Die Banane, wissenschaftlicher Name "musa paradisiaca" (franz. Banane engl. Banana span. Platano) ist neben der Mango die älteste Frucht die der Mensch angebaut hat. Auch auf der Kanaren Insel La Palma hat sie eine sehr alte Tradition. Ihren Ursprung hat die kanarische Banane in Asien. Bereits im 15 Jahrhundert gelangte sie auf die Inselgruppe der Kanaren.


Die besten Bananen kommen von den Kanaren Die Banane, eine sehr alte Frucht

Sie ist tausende von Jahren alt und wurde schon in buddhistischen Texten aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus und in uralten Schriften des Korans erwähnt.

Im Jahr 650 nach Chr. brachten islamische Krieger die Frucht nach Ägypten und Palästina, von dort kam sie im 15 Jahrhundert durch die Portugiesen zu den Kanaren.


Die Geschichte ist jedoch nur zum Teil eine Erfolgsgeschichte. Der Wirtschaftliche Bananenanbau steckt in der Klemme. Der Grund, die Konkurrenz aus Amerika. Dort sie sind Bananen nicht nur grösser, sondern auch preisgünstiger. Der Grund, die viel dünnere Schale der kanarischen Zwergbanane. Dadurch wird sie schneller Reif, was den Transport erschwert und verteuert. Hinzu kommt, das sich die kanarische Minibanane nicht um die EU Norm schert. Sie wächst einfach kleiner als die in der Norm geforderten Mindestgröße für eine solche Frucht. So schafft es ein großer Teil der Ernte nur zu spanischen Festland, wo man die gute Qualität und den besseren Geschmack der Zwergbanane zu schätzen weis.



Von der Saat zum Verzehr der platano canario

Die kleinen Kanaren Bananen schmecken besser als die Großen



Bananen Anbau ist sehr mühsam
Von der Saat zum Verzehr vergeht viel Arbeit

* Harte Arbeit und viel Zeit
* Eine Menge Sonne und noch mehr Wasser
* Pflanzenschutzmittel und Dünger

Das Ergebnis: Eine Staude von ca. 50 kg Gewicht und etwa 200 bis 300 Bananen.

Bis die gelbe Frucht in den Supermarkt kommt, sind viele Handgriffe notwendig. Und das im Sinne des Wortes. Bananenanbau ist Handarbeit.

Es beginnt mit dem Anlegen einer Plantage, auf La Palma meist in Terrassen, gestützt von Steinmauern. Dann kommt die Installation der Bewässerungsanlage für den großen Durst der Banane. In windreichen Gebieten ist auch eine Steinmauer oder Folienbespannung zum Schutz der empfindlichen Blätter zu empfehlen. 


Nun können die kleinen Zöglinge gesetzt werden. Selbstverständlich von Hand, damit die kleinen Pflanzen nicht beschädigt werden.

Jetzt heißt es Warten, jedoch nicht Tätigkeitslos. Eine tägliche Bewässerung und wöchentliche Düngung ist erforderlich.

Nach einigen Monaten beginnt der Kampf gegen die zahlreichen Schädlinge, wie der weißen Fliege, der Schmierlaus.... Unmengen an Chemie wurden lange eingesetzt um den Feinden das Leben schwer zu machen.

Seit einigen Jahren geht man davon ab und setzt natürliche Fressfeinde, wie den Australischen Marienkäfer ein. Die Fressfeinde der Bananenpflanze sind seine Leibspeise.


Haben die Pflanzen eine Höhe von etwa 1,80 Meter erreicht, müssen sie Verzurrt werden. Mit Eisenringen und Seilen verbindet man dann die einzelnen Palmen um ihnen Festigkeit für ihre schwere Last zu geben. Später werden auch noch Holzstangen zum Abstützen der Stauden verwendet.

Nach einigen Monaten wächst oben aus der Mitte eine blauviolette Blüte, aus der sich grüne Stifte bilden, die spätere Banane. Die Blätter zwischen den Fruchtgruppen vertrocknen, fallen aber nicht von selbst ab. Jetzt ist wieder Handarbeit gefragt. Sie müssen mühsam mit der Hand abgezupft werden. Jetzt kann die Banane wachsen bis zur Ernte. Um die anfälligen Früchte zu schützen, werden sie eventuell noch mit Plastikfolie umwickelt.

Nach insgesamt etwa 15 Monaten ist es soweit. Die bis zu 80 kg schweren Stauden können (wieder von Hand) geerntet werden. Mit der Machete abgetrennt, werden sie geschultert, auf ein Fahrzeug verfrachtet und zum Reinigen in einem Wasserbad gefahren. Erst danach können sie sortiert, abgepackt und verkauft werden.


Bananen werden auf La Palma auf Terassen gepflanzt


Einzigartiger Geschmack und viele Verwendungsmöglichkeiten:

Die Banane von den Kanaren ist zwar kleiner als die südamerikanischen Kollege, jedoch auch süßer und geschmackvoller. In erster Linie wird sie als Obst gegessen, speziell auf den Kanaren ist sie aber sehr beliebt zum Kochen und Braten, als Beilage zu Reis, Fleisch und Fisch. Ihr hoher Nährwert und wertvolle Inhaltstoffe machen sie zu einem vollwertigen Lebensmittel. Darüber hinaus wird sie gerne in Kuchen, Gebäck und natürlich zu Likör verarbeitet

Je 100 Gramm Banane erhalten sie:

Energie 95,2 Kcal Magnesium 36,0 mg
Wasser 73,8 g Calcium 9,0 mg
Eiweiß 1,1 g Phosphor 28,0 mg
Fett 0,1 g Eisen 0,6 mg
Cholesterin 0,0 mg Zink 0,2 mg
Natrium 1,0 mg Vit. A 38,0 µg
Kalium 393,0 mg Carotin 0,2 mg
Vit. C 12,0 mg Vit. E 0,3 mg
Vit. B6 0,4 mg Folsäure 15,0 µg
Vit. B2 0,1 mg Vit. B1 0,0 mg



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  Bananen werden grün geerntet und Reifen im Kühlhaus



  Reife Bananen faulen recht schnell in der Sonne





Warum?
Ist die Banane Krumm?

Die Frage aller Fragen lässt sich einfach, wissenschaftlich erklären.

So lange die Früchte unter den Deckblättern verborgen und somit beschattet werden, wächst die junge Frucht entsprechend der Schwerkraft nach unten.
Im Laufe des Wachstums, fallen die Deckblätter ab und Licht fällt nun auf die kleinen Bananen, sie krümmen sie sich nach oben, der Sonne entgegen.

Schuld sind die Hormone.

Durch das Licht wird ein Hormon im inneren der Banane aktiviert, welches diese entgegen der Schwerkraft zum Licht wachsen lässt